Über den guten Stolz

Mit gemisch­ten Gefüh­len an sich und nicht mit die­sen im Her­zen, hat sich die Süd­deut­sche Zei­tung in den ver­gan­ge­nen Wochen beschäf­tigt. Dem Gefühl des Stol­zes hat sie sich gewid­met und gezeigt wie die­ser Men­schen arro­gant und anma­ßend wir­ken lässt oder ihnen genau das gewisse Etwas an Sym­pa­thie schenkt. In der Geschichte waren sich die Gelehr­ten nie einig, aber einer aktu­el­len Stu­die zufolge kann man Fol­gen­des feststellen.

“Men­schen, die häu­fig Stolz über ihre eigene Leis­tung emp­fin­den, sind Stu­dien zufolge ange­nehme Zeit­ge­nos­sen: zuvor­kom­mend, emo­tio­nal sta­bil, gut ein­ge­bun­den in Freun­des­kreis, Part­ner­schaft und Familie.

Wer hin­ge­gen vor allem stolz auf seine natur­ge­ge­bene Zuge­hö­rig­keit zu einer bestimm­ten Gruppe ist, etwa auf seine Natio­na­li­tät, hat eine über­durch­schnitt­lich hohe Wahr­schein­lich­keit, chro­ni­sche Angst­zu­stände zu erlei­den und in sozial uner­wünsch­tes Ver­hal­ten ver­wi­ckelt zu werden.”

Bio­che­misch zeich­net sich der posi­tive Stolz durch einen ver­gleichs­weise nied­ri­gen Tes­to­ste­ron­spie­gel bei gleich­zei­tig hohem Sero­ton­in­spie­gel aus.

Man könnte jetzt die Frage stel­len, inwie­fern Stolz ver­erb­bar oder sozial erlernt ist. — Aber das zu beant­wor­ten, ist eine Auf­gabe für die Sar­ra­zia­ner.

The Perfect Break. Underworld — Scribble

Für die kleine Pause zwi­schen­durch.  Um halb 10 oder auch danach. Weni­ger süß aber dafür umso kra­chi­ger.  — Choose Life. Choose a Break. Choose Underworld.

Die Werbemaschine — Creative Artificial Intelligence aus Paris

RSCG Creative Artificial Intelligence

Fazi­nie­rend und zugleich unheim­lich. Die fran­zö­si­sche Agen­tur Euro RSCG Paris hat die Maschine CAI ent­wi­ckelt, die mit ein paar Infos gebrieft, eigen­stän­dig  Wer­be­an­zei­gen gene­riert. Hierzu wurde die Soft­ware von CAI (Crea­tive Arti­fi­cial Intel­li­gence) mit einer gro­ßen Menge bis­he­ri­ger Arbei­ten gefüt­tert und es wur­den Algo­rith­men ent­wi­ckelt, die basie­rend auf klas­si­schen Brie­fin­gin­fos zunächst eine Copy-Strategie ent­wi­ckeln. Diese kann geprüft wer­den und im nächs­ten Schritt spuckt die Maschine dann nach eini­gen Sekun­den drei Krea­ti­ons­vor­schläge raus. Die Ergeb­nisse sind dabei anschei­nend beängs­ti­gend mit­tel­mä­ßig gut. Für die Erbauer, die das Ergeb­nis nur als eine Wer­be­si­mu­la­tion sehen, zeigt sich hierin wie stan­dar­di­siert und for­mal beschränkt der Groß­teil der Wer­be­krea­tion ist. — Um sich aber nicht sel­ber abzu­schaf­fen, wei­sen die Pari­ser dar­auf hin, dass Neu­ar­tig­keit, Ein­falls­reich­tum und Unvor­her­seh­bar­keit wohl nicht so schnell in die Maschine imple­men­tiert wer­den können.

More Than This

Dem Satz, der Sache, dem Leben einen Dreh geben — ohne die­sen Schwin­del wäre alles ein Schwin­del.” (Mar­tin Seel)

Ich hatt’ einen Kameraden, Einen bessern findst du nit.

Christoph Schlingensief

Zum Tod von Chris­toph Schlin­gen­sief, Held mei­ner Jugend.

Warum ist es not­wen­dig gewe­sen, auf die Erde zu kom­men? Warum muss ich jetzt hier sein? Warum will ich ein Kind? Ich sehe ein Kind und denke: Mein lie­ber Mann, was hat die­ses Kind noch für eine Scheiße vor sich? Was kommt da noch an Miet– und Bank­ver­trä­gen aufs Kind zu? Wird es ver­su­chen, seine AA-Wurst als Kunst zu ver­kau­fen, oder eher einen Schreib­tisch­job machen und dort sei­nen Mist unters Volk brin­gen? Wie viele Leute wird die­ses Kind spä­ter in sei­ner Fan­ta­sie umbrin­gen oder ver­ge­wal­ti­gen? Äußerst tri­viale Fra­gen, die nur dann kon­kret zu wer­den schei­nen, wenn es um Ökono­mie geht. Der Rest ist frei. Das ist Befrei­ung.

Aus “Was wäre aber, wenn die Ant­wor­ten nur eine glatt lackierte Ober­flä­che sind?”, erschie­nen vor 10 Jah­ren in der ZEIT.

Nicht jede Wurst braucht eine User-Gen Social Media Aktion

Herr­lich erfri­schend die­ser “Open Let­ter To All Of Adver­ti­sing And Mar­ke­ting”, der auch mal allen digi­ta­len Wer­bern zeigt, wo ihr Ham­mer hängt.

Via PSFK

Logged In — Ein Film von Stephanie Cuérel

The Problem Is Bigger Than The Creative Brief

creative-briefing prozess

Beim Crea­tive Brie­fing ist das Eine das Doku­ment, der Pro­zess und Kon­text in dem es ensteht das Andere. In einer schö­nen Prä­sen­ta­tion zeigt Jas­min Cheng die Ergeb­nisse eines eige­nen klei­nen Rese­arch­pro­jek­tes zu die­sem Thema und weist auf ein paar wich­tige Punkte im Ent­ste­hungs­pro­zess eines Crea­tive Briefs hin.

Zum Thema Crea­tive Brie­fing ist dar­über hin­aus auch wei­ter­hin die tolle Anlei­tung von Dare Digi­tal (Crea­tive Brief Work­shop) zu empfehlen.

audioreactive — poly:gon by Jorinna Scherle

jorinna scherle audioreactive polygon

Aus der wun­der­ba­ren Diplom­ar­beit “audio­reac­tive” von Jor­inna Scherle, die es auch in einer acht Minu­ten lan­gen Gesamt­fas­sung zu bestau­nen gibt,  an die­ser Stelle die Visua­li­sie­rung “poly:gon” zu dem Stück “Shi­py­ards of la ceiba” von Tim Hecker.

Warum intelligente Leute scheitern

Der Ame­ri­ka­ner Michael Anis­si­mov hat auf sei­ner Web­site 20 The­sen aus dem Buch “In search of the human mind” von Robert J. Stern­berg ver­öf­fent­licht, die sich damit beschäf­ti­gen wieso intel­li­gente Leute schei­tern. Die­ses zu ver­hin­dern sollte für jeden Ein­zel­nen selbst, aber auch jede Füh­rungs­kraft eines der obers­ten Ziele sein. Die 20 The­sen von Stern­berg sind hierzu eine gute Check­liste. Arti­kel weiterlesen…